PFNA - Proximaler FemurNagel, Antirotationsgesichert
   
 
Syn: Engl:
CHOP: 79.15 (geschlossene Reposition, innere Fixation)
MÜL / Siew 851 (fast nix) / LeitCH / AO-Manual 465 (fast nix)
 
 
Allgemein
   
 
  Femurmarknagel, durch Verriegelungsschraube von weiterem Einsinken und Rotation geschützt
  rotationsstabiler Gleitbolzen, gleitet in Führungsbüchse der Verriegelungsschraube und lässt so im Bereich des Femurhalses axiale Kompression auf den Bruch zu (rel. Stabilität)
      dazu muss der PFNA belastet werden! Mobilisation ist also erwünscht!
 
  Vorteile:     sofortige Mobilisation (der meist alten & polymorbiden PatientInnen)
          idR in Regionalanästhesie machbar (Spinalanästhesie)
          aufgrund des ausgeklügelten Systems mit Zielbügel/Führhilfen: technisch einfach + sicher
 
Indikationsstellung
   
 
quelle: synthes
   
  laterale und pertrochantäre Schenkelhalsfraktur
  sehr hohe Femurschaft-Fx     (subtrochantäre Fx)
   
  mediale SHFx bei Osteoporose/Abkipptendenz     zu kleines Fass-Vermögen/Hebelarm im Femurkopf, dieser kippt tendenziell ab.
           
   
  allgemeine Komplikationen     (Infekt, Blutung...)
  einbohren des Femurnagels     ev. Femur-Schaftfraktur
  Gleitbolzen verkeilt und gleitet nicht     ev. durchschneiden durch den Femurkopf
  Gleitbolzen steht nach dem Gleiten zu weit vor (lat.)     Schmerzen und Reizung im Bereich des Tractus iliotibialis
   
 
präoperative Abklärungen
   
   
  Hüfte axial / Becken-Übersicht (tiefzentriert)     zum Einmessen des Implantats (Hals-/Schaftwinkel, Spongiosalumen, Implantatlänge...)
  BE: präOP-Parameter; idR keine Bluttransfusion nötig (trotzdem Testblut abnehmen, man weiss nie!)
   
 
perioperatives Management
   
   
  Kompressionsverband für mindestens 4-6h belassen
  Fadenentfernung 10 Tage postop
  Verlaufsröntgen nach stattgefundener Mobilisation
  spätere Kontrollröntgen nach 6 und 12 Wochen
   
 
Physiotherapie / Mobilisation
   
   
  darf Vollbelasten!        
  idR trotzdem Gehschule nach Möglichkeit des PE: ev. mit Böckli, Rollator...        
   
 
OP-Technik
   
   
    präoperativ: Single-Shot-Antibiotikaprophylaxe, zB 1g Zinacef
     
   
Reposition:
   
  Geschlossene Reposition unter Zug und Innenrotation auf dem Extensionstisch. Die Durchleuchtung zeigt nahezu vollständig adaptierte Frakturfragmente.
  Kontrolle unter Durchleuchtung
     
   
PFNA:
   
  Longitudinaler, ca. 5-6cm langer Hautschnitt ab 3 Querfinger proximal des Trocanter major nach proximal. Scharfes Vordringen auf die Faszie, spalten der Faszie. Stumpfes Vordringen durch die Muskulatur auf den Trochanter major. (Muskelfasern mit Präparierschere auseinanderdrängen)
  Vorschieben des Weichteilschutzes. Einbohren des K-Drahtes unter BV-Kontrolle. (Eindringpunkt: Spitze Trochanter major, Übergang mittleres zu hinterem Drittel.
Zielrichtung:
wg. Antetorsion des Femur: ca. 10° nach anterior und 20° nach medial zielen). Lagekontrolle in 2 Ebenen mit dem BV.
  Aufbohren unter Weichteilschutz. Einführen des Marknagels mit der aufgeschraubten Führungshilfe.
  Montage des Zielbügels. Hautschnitt ca. 2cm für das Einbringen des Gleitbolzens. Stumpfes Eröffnen eines Kanals auf die Knochenoberfläche.
  Vorschrauben der Führungshilfe. Lagekontrolle mit BV. Einbringen des Führungsdrahtes mit der Bohrmaschine, die Spitze soll dabei im hinteren-mittleren Quadranten des Femurkopfes zu liegen kommen, ca. 0.5cm unterhalb des Knorpels.
  Aufbohren unter Weichteilschutz. Einbringen der Schenkelhals-Gleitklinge, Verriegelung in Endstellung. BV-Kontrolle: die Spitze soll etwa 1cm unterhalb des Knorpels liegen.
  0.5cm Hautschnitt zum Einbringen der Verriegelungsschraube, wiederum stumpfes Vorgehen auf den Knochen. Aufbohren unter Weichteilschutz. Eindrehen der Verriegelungsschraube, Kontrolle im BV (Lage in beiden Corticales).
  Verschluss der Stichinzisionen mit EKN, im grossen proximalen Zugang zuerst Fascienverschluss sowie subcutane Adaption mit resorbierbarem Faden. Hautnaht in EKN oder fortlaufend.
  Kompressionsverband mit elastischer Kompresse.
   
 
PFNA
Pertrochantäre FemurFx mit Ausriss des Trochanter minor (AO-31-A2) - der Abriss des Trochanter Minor wird konservativ behandelt. PFNA-Intraop. Bildverstärker-Kontrollbilder: zeigen (von oben-links nach unten-rechts):
axiales Bild Femurhals: Gleibolzen in der hinteren Hälfte;
ap-Bild Femurhals: Gleitbolzen in der unteren Hals- und Kopfhälfte
(beide Projektionen zusammen: Korrekter Sitz im hinteren-unteren Quadranten);
beide unteren Bilder: Spitze des Femurmarknagels, Lage der Verriegelungsschraube in beiden Cortikales
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Textbaustein
   
   
         
Procedere   Ops-Bericht        
   
Quellen Verlauf Links
     
1   Siew      
2   Fallbuch Chir      
3   MÜL      
4   AO-Manual      
5   x      
    nix:      
begonnen   18.12.06    
aktualisiert:   11.11.07   synthes
         
broken Links:   18.12.06    
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