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    ursprüngliches Chirurgielexikon von H.Sabiers1, Uniklinik Köln, als Word-Datei
   
 
   
(vgl. MammaCA) einseitiges, schuppendes Ekzem der Areolarregion mit Hyperkeratose der Epidermis als Ausdruck einer intraepidermalen Tumorentwicklung, unterhalb der Mamille invasives ductales Ca. Bei Hautinfiltration sind in 60 % der Fälle axilläre Lkn befallen.
   
 
   
wachsen gelegentlich in die Thoraxwand ein, zerstören den Halssympathicus bzw. das Ganglion *stellatum (Horner), und die zervikalen Nervenwurzeln bzw. den Plexus brachialis (in den Arm ausstrahlende Schmerzen oder sonstige neurologische Störungen), durch Infiltration und Ummauerung der V. cava superior finden sich Zeichen der oberen Einflussstauung. vgl. *Bronchialkarzinom.
   
 
   
- periampulläre Karzinome
wegen ähnlicher Symptomatik (früher Ikterus, bei Duodenalkarzinom gelegentlich Blutungen) und Prognose können zusammengefasst werden:
-Karzinom der Vater Papille
-kleines unmittelbar papillennahe gelegenes Pankreaskopfkarzinom
-distales Choledochuskarzinom
-Duodenalkarzinom
Ein stummer extrahepatischer Ikterus mit sonographisch als weit beurteiltem D. choledochus, ggf. mit *Courvoisier-Zeichen, ist ein starker Hinweis. Beim Duodenal- und Papillenca kann die Diagnose durch Duodenoskopie (makroskopischer Befund, zytologische und bioptische Untersuchung) gesichert werden. Karzinome im distalen D. choledochus bzw. D. Wirsungianus können durch unmittelbar präpapillären Abbruch in der ERCP erkannt werden. Gleiches gilt für das periampulläre Pankreaskopfkarzinom bei zusätzlicher Vorwölbung der Duodenalwand. Bei grösseren Duodenalkarzinomen, die sekundär die Papille befallen, geht oft eine hypochrome Anämie voraus. Günstige Prognose nach Radikaloperation (25% 5 Jahre) in Sammelstatistiken. Wegen des frühen Ikterus selten Inoperabilität. Partielle Duodenopankreatektomie. Eine palliative Umgehung (Choledochojejunostomie) sollte die absolute Ausnahme sein.
Eine präoperative Entlastung durch Papillotomie wird nicht mehr empfohlen, sie hat mehr Komplikationen als Vorteile.
- Pankreaskopfkarzinom
= Karzinom im Pankreaskopf, jedoch nicht direkt periampullär (Ikterus erst etwas später). Beim periampullären Karzinom sowie beim Pankreaskopfkarzinom mit Ikterus ist die Operationsindikation grundsätzlich zur Beseitigung des Ikterus gegeben (kurativ oder palliativ). Die Prognose ist bei später Erkennung und möglicherweise ungünstiger Tumorbiologie schlecht. Auch bei radikalsten Resektionen lassen sich nur selten 5 Jahresüberlebenszeiten erreichen. Trotzdem wird den Resektionsverfahren wegen der besseren Palliation und einer gewissen Überlebenschance für einzelne Patienten der Vorzug gegeben. Die prinzipielle Durchführung einer totalen Pakreatektomie scheint wegen der negativen Auswirkung auf den Glucosestoffwechsel (Hypoglycämie durch Wegfall von Glucagon) nicht indiziert. Methode der Wahl ist Resektion nach *Whipple
- Pankreaskörper- und Pankreasschwanzkarzinom
Meist kein Ikterus, sondern Schmerzen, Ikterus bedeutet Metastasen. Histologisch sind alles meist ductale Adenokarzinome, selten (unter 5%) prognostisch etwas günstigere *Azinuszell- und *Zystadenokarzinome. Tumormarker haben keine grosse Bedeutung, ein hoher CA 19/9 Wert spricht sehr für ein Karzinom, dies ist dann meist fortgeschritten und diagnostiziert. Weder eine einzelne noch die Kombination aller Methoden ermöglichen eine Frühdiagnose oder sichere präoperative Differentialdiagnostik - mit Ausnahme eines positiven Punktionszytologiebefundes. Eine völlig leere Anamnese bezüglich Pankreatitisschüben und Alkohol spricht eher für ein Ca als für eine chronische Pankreatitis. Eine längere Symptomatik trotz Behandlung spricht wieder eher für ein Karzinom, eventuell zusätzlich zur Pankreatitis. Stellt sich das Organ in Sono, CT und ERCP als normal dar, kann man ein Karzinom weitgehend ausschliessend, in diesem Fall kann auf eine Laparatomie verzichtet werden.
Bestehen bei Karzinom besonder starke in den Rücken ausstrahlende Schmerzen, liegt meist Irresektabilität vor. Spricht auch der CT Befund dafür, erscheint im Einzelfall der Verzicht auf eine Laparatomie sinnvoll. Gelegentlich ist eine R-2-Resektion technisch möglich, ihr palliativer Wert jedoch fragwürdig. Auch Umgehungsoperationen sind kaum indiziert. Bei der besseren Prognose der seltenen *Azinuszell- und Zystadenokarzinome soll stets eine Resektion, auch in Form einer Duodenopankreatektomie, versucht werden. Der intrapancreatisch verlaufende Anteil der Pfortader kann reseziert und anschliessend spannungsfrei reanastomosiert werden.
   
 
Pankreastumoren, hormonaktiv
   
Pankreasinseln (insulinproduzierende B-Zellen und glucagonproduzierende A-Zellen) und hormonproduzierende Zellen des diffusen endokrinen Organes ("helle-Zellen"-Organ) werden heute zusammenfassend als *Apud (Amine-precursor-uptake and decarboxylating)- Zell- System bezeichnet. Einteilung der Tumoren nach Hormonproduktion (klinisch, immunhistologisch). Histologische Differenzierung zwischen benigne und maligne - wie bei verschiedenen endokrinen Tumoren - gelegentlich schwierig und unsicher; klinisches Zeichen der Malignität: Metastasierung. Entscheidend ist zunächst die Erkrankungsdiagnose, dann der Versuch der Lokalisation.
- Insulinom (B-Zell-Tumor), am häufigsten
- Gastrinom (G-Zell-Tumor, Zollinger-Ellison), kommt auch im Antrum und anderswo vor, am zweithäufigsten
seltene Tumoren:
- Glucagonom (A-Zell-Tumor)
- Somatostatinom (D-Zell-Tumor)
- Vipom (Verner-Morrison-Tumor) vasoactive intestinal polypeptide =WDHA=watery diarrhoeas, hypokalemia, achlorhydria, Sekretin
- PPom, PP-Zellen Tumor pancreatic polypetptide, Pankreaskopf
- Karzinoide, verschiedene Formen, häufig Kombinationen)
Tumoren im Rahmen der MEN:
- MEN I (Wermer-Syndrom): Tumoren (Hyperplasien) an Pankreas, Nebenschilddrüse, Hypophyse
Nicht alle Apud Tumoren sind hormonaktiv, dann verursachen sie Symptome ähnlich einem Pankreaskarzinom und werden selten zufällig entdeckt.
Sonographie, CT, Angio-CT, selektive Angiographie. Neuerdings Endosono über Gastroskop mit 12 MHz Schallkopf als bestes bildgebendes Verfahren. In der Regel Op-Indikation, auch bei bereits vorliegender Metastasierung kann die Hormonproduktion vermindert werden. Der Verlauf der Tumoren ist individuell sehr unterschiedlich. Bei der Suche ist uU eine Totalfreilegung der Pankreas erforderlich. Der Pankreasschwanz kann mitsamt der Milz von links her mobilisiert werden. Im Bereich der V mesenterica superior/V. portae kann das Pankreas unter sukzessiver Freipräparation dieser Gefässe unterfahren und im Bereich des Kopfes teilweise vom Duodenum abgelöst werden.
   
 
   
meist durch Quetschung des Pankreaskörpers vor der Wirbelsäule, Sekretaustritt, Blutungen. Resektion des gequetschten Bereiches und Anastomosierung zumindest des schwanzwärts gelegenen Abschnittes mit einer Roux-Y-Schlinge und einem Nahtverschluss der Resektionsebene des kopfwärts verbleibenden Gewebes. Meist sehr zartes, nicht entzündlich verändertes Pankreasgewebe, Anstomose muss sehr vorsichtig angelegt werden. Alternativ Pankreasschwanzbereich resezieren. Bei leichteren Verletzungen mit Sekretaustritt ist wohl die alleinige Drainage, event. Spüldrainage am besten.
Parenchymnähte haben - mit Ausnahme feiner Nähte zur Blutstillung - keine Bedeutung.
Auf eine Kombination mit einer retroperitonealen Duodenalverletzung muss man achten.
   
 
   
vgl. *Vipom (Verner-Morrison-Tumor), vgl. Pankreastumoren. WDHH oder WDHA-Syndrom, wässrige Diarrhoen, schwere Hypokaliaemie, Hypo- oder Achlorhydrie.
   
 
   
- akute (auch akut rezidivierende) leichten und mittleren Grades
    - als Begleitpankreatitis bei Gallenwegserkrankungen,
    - nach reichen Mahlzeiten,
    - durch unbekannte Ursachen (weniger Alkohol).

In der Diagnostik führen Klinik und Enzymverlauf. CT und Sono ermöglichen im Verlauf eine Graduierung der Strukturveränderungen und deren Wechsel.
Leukozyten Serumcalcium, Serumglucose, Nierenfunktion und natürlich Amylase und Lipase, letztere ist pancreasspezifischer. Man muss auf latent verlaufende Cholestase achten ( AP, g-GT, Bili, Choledochusweite im Sono, HBSS, ERCP). Sono zeigt anfangs diffus gequollenenes ödematöses Organ, strukturunregelmässig mit Umgebungsreaktion, im Verlauf Nekrosen und Einschmelzungen. Im CT entsprechen die Befunde, Nekrosen und Einschmelzungen lassen sich genauer beurteilen, wichtig im Verlauf zur Op-Indikation. Op nur bei Verdacht auf Auslösung einer Pankreatitis im Rahmen eines Gallensteinleidens, sofern nicht eine endoskopische Papillotomie durchgeführt wird.
- schwere akute, hämorrhagisch-nekrotisierende Pankreatitis

    - auch als Rezidiv einer primär leichteren Form möglich,
    - Ursachen ähnlich wie bei der leichteren akuten Form.

Intensivmedizinische Therapie, entscheidend ist wohl die Substitution des oft mehrere Liter betragenden Volumenverlustes. Ausserdem Beatmung, Antibiotica, Heparinisierung, frühe Hämofiltration, besonders auch präoperativ. Bei Stabilisierung des Zustandes sollte eine Operation möglichst weit aufgeschoben werden, Nekrosen und Einschmelzungen zunächst event. punktiert werden, oder eine Abgrenzung abgewartet werden. Die hämorrhagisch-nekrotisierende Form mündet teilweise in eine progrediente Verschlechterung mit irreversiblem Schock, Anurie, Peritonitis und raschem letalen Verlauf. Je weiter dann die Indikation zur Op gestellt wird, um so besser scheinen die Ergebnisse zu sein. Neuerdings wird wieder ein mehr konservatives Vorgehen empfohlen, unter Berücksichtigung der besseren intensivmedizinischen Möglichkeiten und der sonographisch geführten Punktion und Drainage von Einschmelzungen. Operation, wenn eine fortlaufende Verschlechterung von Anfang an besteht, die Schocksymptomatik bis 36 h anhält, nach primärer Stabilisierung eine erneute Verschlechterung eintritt mit Zeichen der Peritonitis und septischen Komplikationen.
Einfache Drainage nach Absaugung von eingeschmolzenem Gewebe, Ausräumung nekrotischen Materials, anatomische Pancreasresektion im gesunden Gewebe oder totale Duodenopankreatektomie. Die beiden letzteren Verfahren haben kaum noch eine Berechtigung. Da Nekrosebezirke heute präoperativ durch Sono und CT bekannt sind, kann der Eingriff gezielt und begrenzt durchgeführt werden. Der Eingriff kann wiederholt werden, bis nekrotisches Material entfernt ist und klinisch eine stabile Situation erreicht wird. Nach Möglichkeit soll insbesondere links ein ausschliesslich retroperitonealer Zugang gewählt werden. Ein Flankenschnitt kann zum Oberbauchquerschnitt erweitert werden. Der intraoperative Befund muss mit den CT Bildern verglichen werden, damit keine Nekrosehöhle vergessen wird. Nekrosen werden so entfernt, dass es nicht blutet, Blutungen sind schwer zu stillen, Koagel sind ein guter Nährboden. Die Drains werden gefässfern und auch streng retroperitoneal bei retroperitonealem Abszess plaziert. Extraperitoneal bei verschlossenem Bauchraum bietet sich eine Spüldrainage an. Intraabdominal sollte lieber täglich revidiert und offen gespült werden.

- Pankreaspseudozysten
als Restfolgen von meist harmlos verlaufenden Entzündungen mit Nekrosen,

    - frisch: zystische Nekrosen,
    - Alt: Pseudocysten mit fester Membran.

Sono reicht meistens, zusammen mit Klinik und Anamnese. Ab 6 cm Ø Operationsindikation, und/oder wenn Zysten klinisch manifest werden. Wenn sie gut abgegrenzt sind, werden sie nach innen (Zystojejunostomie) drainiert. Operative Komplikationen bestehen in der Verletzung der A. colica media und in der unzureichenden zu engen Anastomose (Zystojejunostomie). Die Anastomose soll nach Punktion der Zyste am tiefsten Punkt und weit genug erfolgen. Die schwere Zystenblutung wird wohl wesentlich durch eine ungenügende Entleerung mit folgender Infektion verursacht.

- Chronische (chronisch-rezidivierende) Pankreatitis
auch mit akut entzündlichen Schüben, verursacht vor allem durch Alkohol. Abklärung der Gangverhältnisse mit Sono und ERCP wichtig zur Unterstützung der Diagnose und zur Operationsindikation:

    - häufig rezidivierende Schmerzattacken
    - stärkere Komplikationen
    - Gangsteine
    - Chain of lakes, Ausfällungen von Eiweissbestandteilen, die später verkalken
    - Kompression des Choledochus durch Entzündung
    - Fibrose oder Zysten im Pancreaskopf
    - Kompression der Pfortader oder ihrer Äste bei
    - drohender extrahepatischer portaler Hypertension
    -unzureichender Ausschluss eines gleichzeitig vorhandenen Karzinoms

Entlastung des Gangsystemes, wichtig ist Alkoholkarenz postoperativ. Entlastung am besten durch eine weitgehend totale Spaltung des Hauptganges, ggf mit einer transduodenalen Papillotomie und Papilloplastik. Alle sicht- und fühlbaren Konkremente sollen mit entfernt werden. Das gespaltene Pankreasgewebe wird mit einer Y- Roux Jejunumschlinge anastomosiert. Die Pankreaskopfresektion ist auf spezielle Situationen (Verdacht auf Ca oder Pfortaderkompression) beschränkt. Op nach Child (Pankreaslinksresektion subtotal) ist wegen des grossen Parenchymverlustes nicht mehr indiziert. Ob eine resezierende oder eine entlastende Operation durchgeführt werden kann, muss letztlich intraoperativ entschieden werden. Die Resezierbarkeit hängt bei chronischer Pankreatitis v.a. von der Präparierbarkeit der V. mesenterica superior und der V. portae ab. Lokale Inoperabilität beim Ca ist vorwiegend durch Infiltration im Bereich der A. hepatica communis, des Leberhilus und der Mesenterialwurzel gegeben. Der intrapancreatisch verlaufende Anteil der Pfortader kann reseziert und anschliessend spannungsfrei reanastomosiert werden. Bei chronischer Pankreatitis liegt die Resektionsgrenze meist im Bereich der Gefässebene V. mesenterica/ V. porta, eventuell wird von hier aus der Pankreasgang schwanzwärts zusätzlich gespalten.

   
 
   
Bedeutung und Frequenz des Eingriffes sind stark zurückgegangen, bei zurückgelassen Konkrementen im Choledochus ist eine postoperative endoskopische Papillotomie einer transduoadenalen vorzuziehen. Zur chirurgischen Papillotomie bleiben folgende Indikationen: Einklemmung eines Steines in der Papille, eindeutige endoskopisch nicht spaltbare Narbenstenose, cholangiographisch Vda Papillentumor oder eingeklemmtes Konkrement. Stn mehrfacher Begleitpankreatitis mit Vda Auslösung durch mehrere kleinere Choledochuskonkremente. Bei hämolytischer Anämie wegen der Rezidivgefahr der Steinbildung, in Kombination mit biliodigestiver Anastomose sowie in Kombination mit einer Pancreatico-/Papilloplastik bei chronisch-rezidivierender Pancreatitis. Technisch wird das Duodenum am absteigenden Schenkel in Längsrichtung eröffnet, ein Drain wird in den Choledochus eingelegt und darüber die Papille schichtgerecht unter Sicht inzidiert. Duodenalschleimhaut und Choledochuswand werden vernäht, zur Blutstillung und zur Prophylaxe einer später möglichen narbigen Stenose. Die medialen Nähte können unterbleiben, wenn die Mündung des D. pancreaticus nicht sicher dargestellt werden kann.
   
 
   
syn *Glomus, zu den endokrinen Drüsen zählende Nebenorgane des peripheren Nervensystemes. Aufgebaut aus Zellsträngen und -ballen, die in ein gefäss- und nervenreiches Stroma eingelagert sind.

1.   chromaffine Paraganglien, gehen aus der Anlage des Sympathicus hervor und bilden Adrenalin und Noradrenalin, Marksubstanz der Nebenniere und im Ausbreitungsgebiet des Bauch- und Beckensympathicus paraaortal, letztere bilden sich bis zum 2. LJ zurück, vgl. Phäochromocytom.
2.   nicht chromaffine Paraganglien, gehen aus der Anlage des Vagus und des Glossopharyngeus (parasymphat.) hervor. Bilden Noradrenalin und bleiben zeitlebens erhalten. Glomus caroticum (Karotissinus), Glomus aorticum im Bereich der A. ascendens, Paraganglion laryngeum, jugulare, tympanicum.


Die Funktion der nicht chromaffinen Paraganglien ist unklar, eventuell Beeinflussung depressorischer Nerven durch den Glomus caroticum und aorticum.

   
 
   
von den Paraganglien ausgehende Tumoren. chromaffine (Phäochromocytom) und nicht chromaffine (*Glomustumoren) Paragangliome
   
 
Parks, Einteilung nach
   
Vgl. *Analfisteln, Beziehung zum M. sphincter ani externus:
- Intersphinctär
- Transsphinctär
- Suprasphinctär
- Extrasphinctär
   
 
   
Die Patella ist als Sesambein in den Streckapparat des Quadricepsmuskels eingebaut. Sie wird einerseits bei der Kniebeugung beansprucht und andererseits einem hohen Anpressdruck auf das Kniegelenk ausgesetzt. Die Patella wird in der Gleitbahn zwischen den beiden Femurkondylen geführt. Unregelmässigkeiten der Patellagelenkfläche führen rasch zu einer Retropatellararthrose.
Sturz oder Schlag auf Knie bei gebeugtem Gelenk. DD: Meniskusschaden, Patella bipartita. Exakte operative Reposition und Retention mittels Zuggurtung, Bandnähte, 4 Wochen Gips. Arthrosis, Streckinsuffizienz, Teilresektionen bei Zertrümmerung und nicht rekonstruierbarer Gelenkfläche. Patellanahe Verletzungen sind die Ruptur der *Quadricepssehne, des *Lig patellae, Abriss der Apophyse der Tuberositas tibiae, insbesondere natürlich vor Wachstumsabschluss.
   
 
   
Dysplasie der Patella oder der Femurkondylen, meist bei Kindern oder Jugendlichen. Meist nach lateral. Reposition, Ruhigstellung im Gips, Einstzung eines Muskel-Sehnen-Streifens. Verlagerung der Tuberositas tibiae nach distal-medial (Hauser).
   
 
   
vgl. modifizierte radikale *Mastektomie, der M. pect.maior wurde unter kompletter Ausräumung der Axilla belasse
   
 
   
Meniskuszeichen, Schneidersitz, auf Innenseite des Kniegelenkes drücken. Schmerzen: Läsion im Hinterhorn des Innenmeniskus.
   
 
Pauwels I bis III
   
Einteilung der Schenkelhalsfrakturen nach dem Winkel zwischen Frakturlinie und der Horizontalen.

I:   30°, das Risiko einer Kopfnekrose ist gering, als Sonderform die Abduktionsfraktur in Valgusfehlstellung.
II:   50°, Adduktionsfraktur, der Femurkopf ist nach hinten gekippt, Varusfehlstellung, Retrotorsion, Gefahr der Kopfnekrose ist erheblich.
III:   70°, Abscherfraktur, meist partiell extrakapsulär, steiler Winkel, beginnt ganz medialseitig an der Kopf-/Halsgrenze. Erhebliche Gefahr der Pseudarthrosenbildung, weniger der Kopfnekrose.
   
 
PDS
   
Polidioxanfaden, Resorptionsdauer 6 Monate, Reissfestigkeit nach 35 Tagen bei 50%
   
 
  *Hühnerbrust
Rachitis. Meist keine operative Therapie, keine cardiorespiratorischen Folgen.
   
 
  positive endexpiratory pressure
Volumenkontrollierte Beatmung, Aufrechterhaltung eines supraatmosphärischen Druckes (5-20 cm H20) auch während der endexpiratorischen Pause bei der Beatmung, wirkt v.a. der Kollapstendenz der Alveolen entgegen (bei ARDS, akutem Lungenödem), vgl *CPPV, *CPAP
   
 
   
vgl. M. Hodgkin
   
 
   
Durch Abknicken des erigierten Gliedes (z.B. beim Aufstossen auf die Symphyse der Partnerin) entsteht ein Einriss der Tunica albuginea eines Corpus cavernosum. Massives Penishämatom mit S-förmiger Deviation des Gliedes. Die Verletzungsstelle wird operativ freigelegt und durch Naht versorgt.
   
 
   
Ausschliesslich an der Glans und am Präputium, bei Phimose, die bis ins hohe Alter besteht. Bei Mohammedanern und Juden gibt es kein Peniskarzinom. Der Tumor metastasiert in die inguinalen und pelvinen Lymphknoten.
   
 
   
vgl. *Kniebinnentrauma: Innenband, beide Kreuzbänder, beide Menisken, Kapsel.
   
 
   
Pentagastrin = synthetisches Gastrin = Gastrodiagnost®
zur quantitativen Bestimmung der maximalen Magensekretion (
MAO = Maximal Acid Output), durchschnittlich 20-25 mmol/h bei einem Volumen von 100-200 ml/h, vgl BAO, Gastrin, Insulintest.
   
 
   
Protease der Hauptzellen, entsteht aus der Vorstufe Pepsinogen in saurem Milieu, ist ein wichtiger Initiator der intestinalen Proteolyse.
   
 
   
vgl. *Urolithiasis
   
 
   
die wichtigsten von proximal nach distal:
*Dodd, *Boyd, *Cockett (3x), vgl. *Varizen, venöse Insuffizienz
   
 
   
Diastolische Füllungsbehinderung vor allem des rechten Herzens mit Rückstau in den grossen Kreislauf. Pleuratranssudat, Stauungsleber, Ascites, Thrombosen der tiefen Bein-und Beckenvenen. Transpleurale Pericardresektion über dem rechten und linken Ventrikel.
   
 
   
Bei Schuss-oder Stich-, weniger bei stumpfen Verletzungen. Sono ist gutes diagnostisches Verfahren. Entlastung akut über mediane Laparatomie, Zwerchfelleröffnung, Pericarderöffnung, event. Herzverletzung über rasche Sternotomie versorgen.
   
 
   
Begleitentzündung der GB-Umgebung, besonders des Peritoneum viscerale, der Serosa von Duodenum und Quercolon sowie des Mesocolons. Klinisch bei Druckschmerz über die Gallenblasengegend hinaus sowie sonographisch häufig anhand verdickter Colonwandung zu vermuten.
   
 
   
vgl *Handwurzelknochen
- nach dorsal
- transnaviculo-perilunäre Luxation (de
Quervain)
- perinaviculo-perilunäre
- peritriquetro-perilunäre
- transnaviculo-translunäre
- Luxation nach volar
In dieser Nomenklatur bedeutet "Trans" immer Fraktur und "Peri" immer Luxation der umgebenden Knochen.
Röntgen dorsovolar und seitlich mit Vergleichsaufnahme der Gegenseite, N. medianus prüfen. Therapie: in Anästhesie 15 Minuten Dauerzug mit hohem Gewicht (bis 20 kg), Reposition durch Druck von volar. Gips für 6-8 Wochen. Bei Rezidiven, veralteten Befunden und transnavicularer Luxationsfraktur de
Quervain blutige Reposition und Kirschnerdrahtfixation. Medianusschaden und ischämische Nekrose des Mondbeines (*Lunatummalazie).
   
 
   
Durch bildgebende Verfahren ist eine zuverlässige Diagnose nicht möglich. Keineswegs jeder Ileus nach einer Karzinomoperation ist tumorbedingt, sehr wohl können Adhäsionen, Briden etc hierfür die Ursache sein. Operativ kommen je nach Situation Resektion oder Umgehungsanastomosen in Betracht. Oft Kombination mit zusätzlicher Kolostomie.
   
 
   
Bei fehlenden oder ungünstigen Voraussetzungen zur Sonographie ist die Lavage weiterhin eine wichtige Untersuchungsmethode. Bei sonographisch festgestellter geringer Flüssigkeitsmenge kann man per Lavage die Art feststellen (klar, blutig, trüb). Man kann den Katheter liegen lassen und die Untersuchung wiederholen. Falsch negative Befunde sind bei Z.n. Operation möglich, ebenso bei Verwachsungen.
   
 
   
Thoraxkompressionssyndrom. reflektorischer Glottisverschluss führt bei einer schweren Kompression zur Erhöhung des intrathorakalen Druckes, venöses Blut wird in den Kopf zurückgepresst, Petechien, blaurote Verfärbung des Kopfes. Komplikationen. Rippenserienfraktur, Hämatopneumothorax, Wirbelkörperfrakturen, Einblutungen in Retina, Glaskörper, N. opticus.
   
 
   
tiefes Venensystem ist intakt, wenn bei stehendem Patienten gestaute Venen sich unter Stauung beim Gehen entleeren.
   
 
   
vgl. *Trochanterfraktur, *Femur
   
 
   
generalisiert nicht neoplastisch. 1-2% Karzinomrisiko. Autosomal-dominantes Erbleiden, Kombination einer Polyposis des Gastrointestinaltraktes mit einer perioralen Melanin-Pigmantation (Diagnose auf den ersten Blick). Die Polypen kommen auch im Magen vor (event. Gastrektomie), sind keine Adenome, sondern Hamartome (vgl. dort), daher keine grosse Neigung zur malignen Entartung.
Vgl Polypen,
Polypose familiär, juvenil
   
 
   
vgl. Nebennierenerkrankungen, *Conn, *Cushing, *AGS, *Paraganglien
seltener, Katecholamin-produzierender, in ca 10% der Fälle maligner Tumor des chromaffinen Gewebes, in 85% der Fälle im Nebennierenmark, in 15% im Bereich des abdominellen und thorakalen Grenzstranges (meist paraaortal). Sezerniert Adrenalin (in 30% ausschliesslich) und Noradrenalin., maligne Form auch Dopamin. Familiär gehäuftes Vorkommen, überdurchschnittlich häufig bei anderen Organerkrankungen (MEN II, Neurofibromatosis generalisata, Hippel-Lindau, Sturge-Weber-Krabbe, Cholelithiasis, Carney-Trias)
Symptome Permanente oder schubweise Überschwemmung des Organismus mit Katecholaminen und deren Wirkung auf Herz, Kreislauf und Stoffwechsel. Schweissausbrüche, Herzklopfen, Kopfschmerzattacken, Zittern. Dauernde und krisenhafte Blutdruckerhöhung ist das Leitsymptom. Bei 33% der Patienten Katecholamin-bedingte Hyperglycämien.
Diagnose: wiederholte Bestimmeung von Katecholaminen und deren Abbauprodukte (Vanillinmandelsäure oder Metanephrine) im 24-h Sammelurin und im Plasma.Clonidin-Hemmtest (Bei Hypertonie) und Glucagon Stimulationstest (bei normotonem Druck).
Generelle Op-Indikation. In je 10% der Fälle bilateral, maligne, extraadenal,multipel, familiär, sowie bei Kindern. Bei MEN II meist bilaterales medulläres Schilddrüsenca mit häufig bilateralem (meta- oder synchronem) Phäochromocytom. Also bei allen bilat. Ph. in jedem Fall präop. und langfristig postoperativ eine Kalzitoninscreeninguntersuchung durchführen, um ein medull. SDCa nicht zu übersehen. Umgekehrtes gilt für jedes medulläre SDCa.
Präoperativ ausreichernd lange Vorbereitung mit a-Blockern (Phenoxybezamin = Dibenzyran® oder Phentolamin = Regitin®) zur Blutdrucksenkung, zur Vermeidung intraoperativer Blutdruckkrisen und der Wiederauffüllung des unter Katecholaminen reduzierten Blutvolumens, also der Normalisierung der gesamten Hämodynamik. Auch bei Metastasen besteht eine Op-Indikation einschliesslich der Absiedlungen. Blutdruckkrisen kontrolliert absenken mit Phentolamin (Regitin®) oder Nitroprussid.
   
 
  (*Spongioblastome)
3-6% aller *Hirntumoren. 10.-30-LJ, Kleinhirn, Chiasma, seltener Grosshirn. Kopfschmerzen, Erbrechen, Ataxie, Sehstörungen, Krampfanfälle.
   
 
   
vgl. *Tibiafrakturen, distale intraartikuläre
itraartikulärer Stauchungsbruch der distalen Tibia mit Spongiosadefekt. Meist Trümmerfraktur mit weitgehender Gelenkzerstörung.
   
 
   
Fistelbildung über Steissbein, Ätiologie nicht eindeutig geklärt, daher unterschiedliche Bezeichnungen (Sakraldermoid-, Steissbein-, Raphefistel). Zunehmend wird die Theorie einer erworbenen Störung vertreten, und somit der Bezeichnung Pilonidalsinus (Haarnest) der Vorzug gegeben. Den Haaren kommt damit eine ursächlich traumatische Bedeutung zu. Lokalisation und Untersuchungsbefund sind diagnostisch ausreichend, DD muss eine Missbildung bei spina bifida, eine Teratomfistel, Analabszess oder Analfistel berücksichtigt werden.
(Ein
Dermoid wäre eine angeborene Einfaltung von Ektoderm mit ektoper Haar- und Talgdrüsenbildung)
OP: Abszessspaltung und zweizeitig erkranktes Areal total über spindelförmige Umschneidung der Haut exzidieren und Entfernen des Fistel- und Subcutangewebes bis zur Steissbeinfascie. Offene Wundbehandlung oder Wundverschluss mit Antibioticaketteneinlage, Anheften der Hautränder an die präsacrale Fascie o.ä. Neuerdings wird auch wieder die alleinige Spaltung des Fistelganges in Übereinstimmung mit der angenommenen Ätiologie einer erworbenen Erkrankung empfohlen. Das beste Vorgehen ist noch nicht entschieden, vermutlich muss das Vorgehen individuell angepasst, bei Rezidiven weiterhin der gesamte Bereich exzidiert werden. Bei Primärheilung werden entlastende U-Nähte am 6.-8., oberflächliche Hautnähte am 10.-12. Tag entfernt. Gelegentlich kommen echte Rezidive vor, bei starker Behaarung wird z.T. regelmässiges Rasieren und/oder Bürsten der Rima ani Gegend angeraten.
vgl.
Dermoid,
vgl. kdb:
Pilonidalsinus
   
 
Pipkin I bis IV
   
Einteilung von *Femurkopffrakturen, *Hüftkopf, Schenkelhalsfraktur

I:   Femurkopfkalottenfraktur caudal der Fovea, also ausserhalb der Belastungszone
II   Femurkopfkalottenfraktur cranial der Fovea, also innerhalb der Belastungszone
III:   I oder II kombiniert mit einer Schenkelhalsfraktur
IV:   I oder II kombiniert mit einer *Acetabulumfraktur
   
 
   
para- oder postpneumonisch, iatrogen nach Punktion oder Thorakotomie, fortgeleitet nach Abdomeneingriffen (subphrenischer Abszess). Sonderform: TBC.
Hohes Fieber, Leukozytose, Schmerzen, Verschwartung, Restriktion. Antibiotica parenteral und Instillation nach Entleerung des Eiters durch Punktion, Saugspüldrainage. Nach drei Wochen ohne Besserung: Thorakotomie, Débridement, Drainage. Bei bestehender Resthöhle diese mit der umliegenden Pleuraschwarte exzidieren (Decortikation) und *Thorakoplastik (etwas obsoletes Verfahren, Resektion von Rippenstücken, um die Verkleinerung einer Pleuraempyemhöhle zu erreichen). Bei intrapulmonalem Grundprozess (TBC-Kaverne, Lungenabszess) zusätzlich Lungenteilresektion.
   
 
   
s. *Pleuratumoren
   
 
   
s. *Pleuratumoren
   
 
   
Primäre sind selten und meist maligne. Asbeststaub ist karzinogen. Diffuses Pleuramesotheliom, meist als chronische Pleuritis fehlgedeutet und behandelt. Schlechte Prognose. Flächenhafte Ausdehnung verhindert Radikaloperation. Kaum ansprechbar auf Radiatio und Chemotherapie.
Metastatisch findet sich häufig eine
Pleurakarzinose Pleuritis karzinomatosa. Karzinome aus Mamma, Bronchien, Ovar, seltener auch Ösophagus, Rektum, Magen, Schilddrüse. Seröser bis serös-hämorrhagischer Pleuraerguss, Tumorzellen. Konservativ-zytostatisch, Radiogoldinstillation (?).
   
 
   
unbekannte Ätiologie. Eisenmangelanämie, Schluckstörungen durch Ösophagusschleimhautatrophie und Einengung durch halbmondförmige Schleimhautfalten, vor allem am oberen Ösophagusmund, Präkanzerose (10% Entartung).
   
 
   
Jodidblockade der Schilddrüse. Szintigraphisch nachweisbare Verminderung der Jod-Speicherfunktion der SD infolge vorausgegangener Inkorporation von jodhaltigen Verbindungen. Bei hyperthyreoten Patienten wird die organ. Bindung von Jod vermindert, der hormonale Effekt von TSH auf die Schilddrüse vermindert, die Proteolyse von Thyreoglobin gehemmt. Bei Jodallergie ist Natrium- oder Kaliumperchloratgabe möglich (bei Reaktorunfällen oder Fall out).
Kurzzeitige Jodmedikation (mit 5% Lugol'scher Lösung, 3 x 5 Tropfen in ein Glas Wasser, 4 - 10 Tage) zur praeoperativen Wiederherstellung einer funktionellen Euthyreose bei manifester Hyperthyreose, andere Möglichkeit mit z.B. Carbamizol oder Propanolol.
   
 
   
raumfordernde subarachnoidale Luftansammlung, meist in der vorderen Schädelgrube, meist durch nasale Liquorfistel mit Ventilmechanismus.
   
 
   
vgl. *Miktionsstörungen
   
 
   
vgl. *Thoraxdrainage, Intrapleurale Luftansammlung, die zum Lungenkollaps führen kann. Dieser Kollaps führt zur Atembehinderung durch verminderte Ventilationsfläche, erhöhte Atemarbeit, erhöhten in- und exspiratorischen Strömungswiderstand, erhöhten pulmonalen Gefässwiderstand. Ursachen sind idiopathisch, iatrogen (A. subclavia Punktion, Pleurapunktion, Stellatumblockade), traumatisch (stumpfes oder perforierendes Thoraxtrauma), intensivmed. Massnahmen (Herzmassage, Überdruckbeatmung), Symptom von Lungenerkrankungen.
Der offene Pneumothorax zeigt Mediastinalflattern mit Einflussstauung, Ventilationsverminderung, Herzrhythmusstörungen, Ansaugen von Luft bei jedem Atemzug hörbar.
Der geschlossene Pneumothorax zeigt einen hypersonoren Klopfschall, vermindertes Atemgeräusch, fehlenden Stimmfremitus.
Der Spannungspneumothorax entsteht durch Lufteintritt bei jedem Atemzug, ohne dass (durch einen Ventilmechanismus bedingt) die Luft wieder durch die Thoraxwände entweichen kann. Das Mediastinum wird zur gesunden Seite verlagert, Rhythmusstörungen, Einflussstauung, usw. Die betroffene Thoraxseite wird überbläht, schwere Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes mit Schock, subcutanes Emphysem.
Ein Pneumothorax kann sich auch erst im Lauf von Rettungsmassnahmen entwickeln, auch während anderer Massnahmen (Operationen). Bei Verschlechterung der cardiorespiratorischen Situation sollte man immer daran denken. Indikation zur Entlastung eines Spannungspneus ist dringend, läuft unter Notfallbedingungen vor allen anderen Massnahmen, auch vor Röntgendiagnostik. Ein offener Pneumothorax führt durch Mediastinalflattern rasch zur schweren Hypoxie, er wird sofort mit dichter steriler Abdeckung und unterer Drainage versorgt. Tritt ein Pneu bei alten Menschen spontan auf, wird er oft als Herzinsuffizienz missdeutet.
   
 
   
vgl. *Miktionsstörungen
   
 
   
vgl. Kolorectales Karzinom, Polypen mit Symptomen haben grosses Malignitätsrisiko. *Villöse Adenome entarten schneller als *tubuläre. Generelle Indikation zur Entfernung jedes Polypen. Totalabtragung des Stieles. Villöse und breitbasige Polypen müssen häufig chirurgisch abgetragen werden, entweder als submucöse Ausschälung transanal oder als Polypektomie bzw. Segmentresektion transabdominal, event. auch von dorsal (*Kraske und *Mason). Bei einem die Submucosa infiltrierendem Karzinom muss der Polypektomie eine typische radikale Karzinomoperation angeschlossen werden. Einzige Ausnahme bei sicher karzinomfreiem Polypenstiel (T1), dann aber soll wenigstens die Basis nachreseziert werden.
Durch transanale submucöse Ausschälung können insbesondere breitbasige und ausgedehnte villöse Rektumpolypen bis in 12 cm Tiefe entfernt werden. Bei höher bzw. tiefer gelegenen wird eine tiefe anteriore Resektion durchzuführen sein, also ist heute eine Exstirpation des Rektums bei grossen villösen Polypen nicht mehr erforderlich. Buess hat ein endoskopisch-mikrochirurgisches Verfahren entwickelt.
   
 
   
streng von der familiären Polypose zu trennen, kein Karzinomrisiko, da sich die Polypen spontan zurückbilden.
Vgl
Peutz-Jeghers-Syndrom
   
 
   
generalisiert neoplastisch, vgl. Adenomatosis coli, Turcot, Gardner, kolorectales Karzinom.
Die Adenomatosis coli ist die familiäre Polypose im engeren Sinn. Karzinomrisiko bei Diagnosestellung mit Symptomen 60 - 70 %, vor Symptombeginn 10-15%, 15 Jahre nach Symptombeginn etwa 90 %. Klassische Präcancerose, absolute Op-Indikation ab dem 18. Lebensjahr. Screening der Familie. Vollständige Entferung der gesamten Dickdarm- und Rektumschleimhaut. Totale Proctokolektomie mit endgültiger Ileostomie, (ohne oder mit
Kock-Pouch), Kolektomie, obere Rektumresektion und Mucosektomie des RestRektums mit Ileoanostomie unter Verwendung eines Ileumpouches. Kolektomie mit Ileorectostomie beseitgt Karzinomrisiko nicht völlig. Karzinome können sich auch nicht nur in Polypen, sondern auch in makroskopisch unauffälliger Schleimhaut entwickeln. Im Dickdarmbereich muss radikal nach Karzinomprinzipien reseziert werden, im Rektum kann nach Ausschluss von Karzinomen eher darmnah operiert werden, um die Nn. erigentes und den Plexus hypogastricus zu schonen.
   
 
   
segmental neoplastisch, regionäre Adenomatosis, erhöhtes Karziomrisiko.
   
 
   
zusätzliche Brustdrüsen vor allem im Bereich der Axilla, Laktation ist ebenso wie Entartung möglich. Bei aberrierendem Brustdrüsengewebe ohne Mamille ist das Entartungsrisiko erhöht.
   
 
   
überzählige oder akzessorische Brustwarzen entlang der embryonalen Milchleisten von Axilla bis nach medial zur Leiste ziehend. Bei Männern und Frauen in 1 % vorkommend.
   
 
   
vgl. *Miktionsstörungen
   
 
   
Synthesestörung von Häm v.a. in den Parenchymzellen der Leber. Mannigfaltige Formen. Chirurgisch wichtig ist die akute intermittierende Porphyrie, syn. Pyrroloporphyrie, autosominal-dominant erblicher Defekt der Uroporphyrinogen I Synthetase und vermehrter Bildung von d-Aminolävulinsäure und Porphobilinogen. Abdominalkoliken, häufig ohne Abwehrspannung, unterschiedl. neurolog. psychiatr. Symptome, akute Attacken können ausgelöst werden durch Barbiturate, orale Kontrazeptiva, Antikonvulsiva, Sulfonamide, Alkohol, Infektionen. Sie können Tage bis Monate andauern und sind meist völlig reversibel. ALS und PBG im Urin erhöht.
   
 
   
Therapie der Wahl ist die endoskopische Varizenverödung. Fundusvarizen lassen sich schwer veröden, bei anhaltenden Blutungen hier oder bei elektiver Indikation im Blutungsintervall ist noch ein chirurgisches Eingreifen indiziert. Eine Lebertransplantation kann indiziert sein bei portaler Hypertension in Kombination mit Blutungsrezidivgefahr und Beginn einer Leberinsuffizienz bei fortgeschrittener Leberzirrhose. Ein portocavaler Shunt etwa würde dazu die Situation nur weiter verschlechtern, sowohl technisch als auch durch die zusätzliche Gefahr einer akuten Leberinsuffizienz. vgl. akute Ösophagus-Fundus-Varizenblutung.
   
 
  Syn: I/R-Syndrom (Ischämie-Reperfusions-Syndrom)
Einschwemmung Metabolischer Ischämieprodukte aus dem vorher ischämischen Bezirk in die systemische Strombahn. Diese können zu erheblichen Verschiebungen im Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt führen, damit wird die renale und respiratorische Situation verschlechtert. Man muss bereits intraoperativ entsprechend Flüssigkeit und Volumen substituieren.
vgl.
Embolie, arterielle
kdb:
I/R-Syndrom
   
 
   
vgl *Vipom, *Werner-Morrison-Syndrom, *Langerhans-Inseln, *Pankreastumoren, hormonaktiv
Pankreatisches Polypeptid, hemmt exokrine Sekretion, Gallefluss.
Entstammt den PP-reichen Inselzellen, diese gehen auf die ventrale Pancreasanlage zurück, also Pancreaskopfbereich. PP-arme Inseln liegen im Korpus- und Schwanzbereich, dort sind viele A-Zellen (produzieren *Glucagon)
   
 
   
vgl. *Hodentorsion
   
 
  (Keratozyste)
entsteht aus einer Zahnanlage, die folliculäre Kieferzyste entsteht aus dem Epithel des Zahnsäckchens. Sie ist dem Zahn, der nicht durchgebrochen ist, wie eine Haube übergestülpt. Alle Zysten müssen entfernt werden, da sie wachsen.
   
 
   
Anschlingen der Leberpforte zur Blutstillung, vgl. *Leberresektion, Abklemmen des Hilus
   
 
   
vgl. *Hypophysenadenom, seltener Tumor mit *Hyperprolactinaemie. Amenorrhoe, Galactorrhoe, Libido- und Potenzstörungen.
   
 
   
Myoglanduläre gutartige Geschwülste, ausgehend vom periurethralen Anteil der Prostata, wobei durch expansives Wachstum die eigentliche Prostata zu einem kapselartigen Gebilde (chirurgische Kapsel) komprimiert wird. 88% der 90 Jährigen Männer haben eine Prostatahyperplasie. Palpatorisch zeigen 66% der Männer über 50 Jahre eine Hyperplasie, davon werden 20% symptonmatisch und benötigen einen chirurgischen Eingriff. Dihydrotestosteron scheint ein hormonell-wachstumsfördernder Faktor zu sein. Drei Stadien der Entleerungsbehinderung der Blase:
   
1.   Dysurie, initiales Warten, Harnstrahlabschwächung, terminales Träufeln, Nykturie. Palpatorisch vergr. Prostata, beginnende Balkenblase, Restharn unter 80 ml.
2.   Beginnende Dekompensation des Detrusors mit Restharnanstieg auf über 80 ml.
3.   Überlaufblase, *Ischuria paradoxa, Zeichen der Stauung der oberen Harnwege, beginnende Niereninsuffizienz, Flankendruckschmerz, grosse Restharnmengen, Aufstau in die oberen Harnwege.
   
In jedem Stadium kann es zu akutem Harnverhalt oder zur Makrohämaturie kommen. Chronischer Harnwegsinfekt, Harnblasensteine.
Operationsindikation: wenn Patient so gestört ist, dass er die Operation verlangt, obstruktive Symptome mit Beginn einer Blaseninstabilität (imperativer Drang, Urgeinkontinenz), rezidivierende Harninfekte bei zunehmendem Restharn, Harnverhaltung, Hämaturie. Im Stadium 3 muss präoperativ mit suprapubischer Cystostomie einige Wochen entlastet werden, bis sich die Stauung zurückgebildet hat.

Operation:
- TURP (Stern 1926, McCarthy 1931)
- Adenomenukleationen
    - suprapubisch transvesikal
    - retropubisch extravesikal
    - perineal
Bei allen Verfahren wird das hyperplastische Gewebe bis auf die Kapsel entfernt. Wegen der Resektion des M. sphincter internus führen alle Operationsverfahren zu retrograden Ejakulation. Rezidive der Prostatahyperplasie in 5-10%. Tragisch ist eine Inkontinenz. Sie ist bedingt durch eine Läsion des externen Sphincters, tritt bei geübten Operateuren in grossen Serien in weniger als 5% auf.
   
 
   
Entsteht vorwiegend im peripheren Drüsenanteil und ist daher im Frühstadium zumindest bei den dorsal gelegenen Neoplasien mit dem Untersuchungsfinger zu erreichen. Fast ausschliesslich Adenokarzinome, von denen bei der Diagnosestellung 80% mindest zum Teil hormonsensibel sind. Ihr Wachstum und ihre Aktivität werden mehrheitlich vom männlichen Sexulahormon stimuliert. Selten sind Urothel-, Plattenepithel-, kleinzellige oder schleimbildende Karzinome. Erkrankungsrisiko beginnt mit dem 45. LJ und nimmt mit dem Alter kontinuierlich zu. Etwa 40% der über 70 jährigen Männer haben ein Karzinom in der Prostata (inzidentelles Karzinom, wenn es zufällig bei PA-Operation entdeckt wird). Metastasieren vorwiegend in die Wirbelsäule, Becken, grössere Röhrenknochen, regionale Lymphknoten im Bereich der A. obturatoria bzw der a. iliaca interna. Jede Symptomatik ist bereits ein Hinweis auf ein fortgeschrittenes Stadium (Knochenschmerzen, Miktionsbeschwerden, Hämaturie). Frühdiagnose ist nur durch Vorsorgeuntersuchung jenseits des 45. Jahres möglich. Nach palpatorischem Verdacht Biopsie. Gut, Mässig oder schlecht bzw. undifferenziert.
Die radikale *Prostatovesikulektomie mit Staging-Lymphadenektomie hat nur bis zu den Stadien T3 (beginnende Infiltration der Samenblasen, gerade die Kapsel überschreitend), N0,M0 Aussicht auf Erfolg. Der Eingriff ist in 50-90% mit erektiler Impotenz, in 5-10% mit einer Stressinkontinenz belastet. Therapiegrundlage für die fortgeschritteneren Stadien ist der Testosteronentzug. Orchiektomie, medikamentöse Kastration durch Östrogene, LH-RH-Analoga alternativ. Die geringe Androgenproduktion der Nebenniere scheint vernachlässigbar zu sein. Gegebenfalls könnte deren Wirkung durch Antiandrogene, welche die Hormonrezeptoren auf der Karzinomzelle blockieren, afgehoben werden. Bisher konnte dadurch keine längere Lebenserwartung als mit der Orchiektomie erzielt werden. Prognose: bei radikaler Tumorentfernung gut. Bei Ansprechen auf Hormontherapie kann man auch mit Metastasen mehrere Jahre überleben. Bei hormonresistenten Tumoranteilen sehr schlechte Prognose. Ein lebensverlängerndes Zytostaticum ist bisher nicht bekannt.
   
 
   
Exokrine kastaniengrosse Drüse, umschliesst hintere Harnröhre, produziert alkalisches Sekret, Hauptmenge des Ejakulates. Entzündungen entstehen kanalikulär über Urethra, wobei die Keime hier in der Regel durch Sexualverkehr oder iatrogen durch Katheter eingebracht werden.
*Prostatitis, akut bakteriell: hochfieberhaft, starke dysurische Beschwerden bis hin zur Harnsperre, Schmerzen im Damm, Arthralgien. Prostata vergrössert, hoch druckschmerzhaft, manchmal fluktuierend, Im Urin Leukos und Bakterien. Prostatamassage ist kontraindiziert. Tetracyclin oder Erythromycin. Langzeitbehandlung über Wochen mit niedrig dosiertem Trimethoprim. Ein Abszess muss inzidiert und drainiert werden.
*Prostatitis, chronisch: nicht klar umschriebenes Krankheitsbild. Chlamydien oder Mykoplasmen werden vermutet, sind aber meist nicht nachweisbar. Im 3. Glas findet sich eine pathologische Leukozyturie. Die Samenblasen sind oft tastbar und dolent.
*Urogenitalsyndrom, psychovegetatives, *Prostatodynie: Man findet keinen krankhaften Befund im Urin und im Exprimat. Die Prostata wird als druckempfindlich angegeben. Missempfindungen im Bereich der Leisten, der Blasengegend, des Dammes, der Hoden und der Harnröhre. Symptomatisch Wärme, Sitzbäder, Kurzwelle, aktiver Sport u.ä. Die Symptome sind harmlos aber schwer zu beeinflussen.
Granulomatäse Prostatitis kann palpatorisch ein Karzinom vortäuschen.
   
 
   
geht oft von Mukozele der Appendix aus. Kann als Karzinom mit geringem Malignitätsgrad angesehen werden. Radikale Op, auch bei enormer Ausdehnung versuchen, alles zystische Karzinomgewebe zu entfernen.
   
 
   
wird in Epithelkörperchen gebildet, reguliert Ca und Phosphathaushalt in enger Korrelation mit Vitamin D und Calcitonin als Antagonisten. Es mobilisiert Ca aus dem Knochen. Rückkopplung mit Serumcalciumgehalt. Nebenschilddrüsenerkrankung erhöht oder erniedrigt Agonisten und Antagonisten gleichsinnig.
   
 
   
vgl. *Herzfehler, ca 6% aller angeborenen Missbildungen. Stenose der rechten Ausflussbahn durch Verschmelzung der Pulmonalklappen im Bereich der Kommissuren, erhöhter Druck im rechten Ventrikel, dadurch konzentrische Hypertrophie. Bei gleichzeitigem Rechts-Links-Shunt mit zentraler Zyanose (*Fallot´sche Trilogie). Op elektiv im Vorschulalter ab einem Druckgradienten von 60 mmHg. Im Säuiglingsalter nur bei Zeichen des Rechtsherzversagens und kritischer pulmonaler Minderperfusion. Durchtrennung der Verwachsungen oder Rekonstruktion der rechtsventrikulären Ausflussbahn durch Plastiken bei kurzfristigem Kreislaufstillstand oder extrakorporaler Zirkulation.
   
 
   
Speiseröhrendivertikel durch abnormen Druck vom Lumen her, meist nur Ausstülpung der Schleimhaut durch erhöhten intraluminären Druck, Pseudodivertikel.

1.   *Zenker = zervikales, pharyngoösophageales, Grenzdivertikel, juxtasphinctäres Divertikel.
2.   Epiphrenische oder parahiatale Pulsionsdivertikel, häufig mit Refluxstörung und/oder Hiatushernie, selten, unklare Genese
   
Resektion bei Symptomatik (ab 3-4 cm), mit Myotomie des oberen ösophagealen Sphincters (Pars horizontalis des M. cricopharyngeus) vgl. auch *Killian, *Laimer als Pforte des geringen Widerstandes.
Im Gegensatz dazu *Traktionsdivertikel (vgl. *Ribbert-Theorie) der Speiseröhre, echte Divertikel, die alle Wandschichten meist in Höhe der Trachealbifurkation betreffen. Wahrscheinlich Fehlbildungen, die nur im Ausnahmefall (Fisteln zur Trachea) operiert werden.
   
 
   
Voraussetzungen: exakte, sonographisch geführte Punktionstechnik und kompetente zytopathologische Untersuchung. Falsch negative Befunde sind immer möglich. Bei klinischen Verdachtsmomenten (schnell wachsende derbe sowie auffallend weiche Solitärknoten) Opindikation stellen, ebenso bei *folliculärem oder *oncocytärem (Oncozytom, *Hürthle Tu) zytologischem Befund, da hier nur auf Grund einer fehlenden Kapsel- oder Gefässinvasion ein Malignitätsausschluss möglich ist.
*Papilläre Strukturen sind immer karzinomatös.
Bei Zysten wird der Inhalt abpunktiert und die Wand gesondert punktiert als PE. Kalte Knoten sollten in mehrfacher Stichrichtung, heisse Knoten nicht punktiert werden. Allerdings ist bei hyperthyreoten Strumen in 4% der Fälle mit Cas zu rechnen. Konservativ behandelte Thyreoititiden sollten punktiert werden.
   
 
   
Infektion umfasst Parenchym und Pyelon, dort vorhandene Keime dringen innerhalb weniger Stunden in Markgewebe der Niere vor. Die nichtobstruktive Form (Diabetes mellitus) ist sehr selten. Meist gramnegative Keime (E. coli, Proteus, Klebsiellen, Pseudomonas) oder Enterokokken. Die Infektion entsteht meist aszendierend, selten hämatogen. Bei der abszedierenden Form ist die Niere von stecknadelkopfgrossen Abszessen radiär durchsetzt. Gefahr der Bakteriämie, der gramnegativen *Urosepsis und des septischen Schocks mit positiver Blutkultur, Thrombozytenabfall, Verbrauchskoagulopathie und einer Letalität von 70%. Therapeutisch percutane oder transurethrale instrumentelle Wiederherstellung normaler Abflussverhältnisse und sofortige Antibioticagabe.
   
 
   
Syn: chronisch-interstitielle Nephritis, chronisch-atrophische Pyelonephritis. kann im Anschluss an eine akute entstehen oder sich von Beginn an ohne auffällige Symptomatik entwickeln. Schleichend ohne Fieber, führt oft zur pyelonephritischen Schrumpfniere. Suchen nach Abflusshindernis, Diabetes mellitus, Analgeticaabusus, Hyperuricämie. Beseitigung der Obstruktionen und testgerechte Antibiotikatherapie.
   
 
   
vgl. Magen-duodenalulcus, soweit wie möglich form- und funktionsgerecht. Bei wenig verändertem Pylorus ist quere Form mit submucöser Exzision des vorderen Pylorusmuskelanteiles am geeignetsten. Bei starker Stenose ist die Technik nach Finney günstig. Ausgedehnte Mobilisierung des Duodenums, Inzision am Magen neben der grossen Kurvatur und am Duodenum nahe dem Pancreaskopf. Ulcusnarbe neben der Schnittebene kann dazwischen zu Mangeldurchblutung führen, dieses Areal muss ggf. exzidiert werden. Eine Pyloroplastik soll im frischen entzündlichen Stadium nicht erzwungen werden, um den Patienten nicht zu gefährden. Lieber später, wenn dann überhaupt noch nötig, zweizeitig. Oder: primär mit Gastroenteroanastomose behelfen, die später wieder aufgehoben wird.
   
 
   
kindlicher Pylorospasmus, die Hypertrohie der Pylorusmuskulatur ist die häufigste der raren angeborenen Fehlbildungen des Magens, vgl. *Weber-Ramstedt.
   
 
   
d.h. Leukozyturie. Bei fehlendem Keimnachweis an Urogenitaltuberkulose denken.
Dreigläserprobe:
Leukos und Erys in erster Portion = Infektion der Urethra,
2. Glas entspricht dem Mittelstrahlurin
3. Portion wird nach Prostatamassge abgegeben und enthält event. pathologische Zellen des Prostatasekretes.
   
Quellen Verlauf Links
     
1   urspr. Autor: H. Sabiers (Hsabiers@aol, SabiersH@Kliniken-Koeln.de)  
begonnen   26.08.06   inkl. Textmarken
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broken links:   24.08.06    
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