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    ursprüngliches Chirurgielexikon von H.Sabiers1, Uniklinik Köln, als Word-Datei
   
 
  syn. Scaphoidfraktur
Häufigste Fraktur der Handwurzel. Sehr beweglicher Knochen, deswegen lange Ruhigstellung nötig. 70 % mittleres Drittel, Rest ulnares und radiales Drittel. Druckschmerz Tabatière, Schmerz im Handgelenk, wenn der Daumen gezogen oder gestaucht wird. Naviculareserie im Röntgenbild, Tomo.
Therapie: Mittleres und ulnares Drittel: Unterarmmgips mit Einschluss des Daumens und Zeigefingergrundgelenkes. Radiales Drittel: Oberarmgips in Radialabduktion und Dorsalflektion des Handgelenkes. 12 Wochen Ruhigstellung.
   
 
   
Erkrankung der Nebennieren.
Nebennierenrinde synthetisiert 40 verschiedene Kortikoide (allesamt Steroide) in der
- äusseren Zone, Zona glomerulosa, va. Aldosteron (Mineralokortikoid)
- mittleren Zone, Zona fasciculata, va. Cortisol=Hydrocortison
- in der inneren Zone, Zona reticularis, va. Sexualhormone: DHEA, Testosteron, Östradiol
Überfunktion: (Hyperkortizismus):
Cushing-Syndrom-I (Cortisol), Conn-Syndrom (Aldosteron), adrenogenitales Syndrom AGS (Androgene)
Nebennierenmark (von der embryonalen ektodermalen Sympatikusanlage ausgehend) synthetisiert Katecholamine (Adrenalin, NorA, Dopamin) - bei Ausfall durch andere Teile des chromaffinen Gewebes funktionell ersetzbar; Überfunktion: Katecholaminausschüttung beim
Phäochromocytom
vgl. kdb:
Androgenitales Syndrom AGS, Phäochromozytom, Nebenniereninsuffizienz/M.Addison, M.Cushing, vgl. Word-Datei: Steroidbiosynthese
   
 
   
Als endokrines Leiden anfangs uncharakteristischer Verlauf (Hypertonie, Serumelektrolyte, Serumaldosteronspiegel, Katecholaminausscheidung). Meist vegetative Störungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, psychische Veränderungen, Schweissausbrüche, Nervosität, Platzangst, Herzbeschwerden. Besonders die anfallsartigen Symptome des Phäochromocytoms werden oft verkannt. Erstes Auftreten oft intraoperativ wegen anderer Erkrankung, möglicher letaler Ausgang, wenn nicht sofort eine massive a- Blockade durchgeführt wird. Unterscheidung zwischen regulativ abhängigen Formen (z.B. beidseitige Nebennierenrindenhyperplasie bei hypophysärem M. Cushing oder ektopem Cushing) oder tumorbedingten autonomen Formen (adrenaler Cushing) auch durch Funktionsuntersuchungen (Dexamethasontest). Vgl. Conn-Syndrom, vgl. Phäochromocytom, Cushing, AGS. Chirurgie nur bei Tumoren causal wirksam, bei sekundären bilateralen Hyperplasien wird nur das Erfolgsorgan eines gestörten Regelkreises, oft allerdings sehr wirksam, getroffen. Dignitätsdiagnose sehr schwierig. Operationsindikation besteht bei allen hormonaktiven Nebennierentumoren, bei den hormoninaktiven muss ein Phäochromocytom sicher ausgeschlossen werden. Bei Zysten und soliden Tumoren unter 3 cm Ø ist das Malignitätsrisiko gering. Bei grösseren soliden RF wird man wegen der Malignitätsgefahr doch eine Operationsindikation stellen. Nebennierenmetastasen von anderen Primärtumoren treten meist bilateral in etwa gleicher Grösse auf, sind meist nicht prognoseentscheidend, also eher keine Op-Indikation.
Ein abdominelles Vorgehen ist stets indiziert zur bilateralen Adrenalektomie, bei allen grösseren Tumoren, allen Karzinomen, allen malignitätsverdächtigen Tumoren, bei Phäochromocytom mit erforderlicher Exploration der Gegenseite bzw. des Retroperitoneums zum Ausschluss ektoper Tumoren und bei Situationen, die eine abdominale Revision z.A. anderer Erkrankungen erfordern.
Operationstechnisch kann die Nebenniere möglichst lange an der Nierenkapsel bleiben und so heruntergezogen werden. Die Zentralvene sollte baldmöglchst unterbunden werden. Rechts ist die Vene kürzer und Näher an der cava gelegen, hier also grössere Blutungsgefahr als links.
Die entscheidende Erkrankungsdiagnose erfolgt durch biochemische und radioimmunologische Hormonnachweis- und Funktionsmethoden, die Lokalisationsdiagnostik durch Sono und CT, auch durch Szinti, selektive Hormonbe-stimmung im venösen Blut. Die Operationsrisiken wurden durch spezifische Operationsvorbereitung und genaue intra- und postoperative Substitution gesenkt. Postoperative Dauersubstitution 25-30 mg Kortison und 0,1 mg Fludrocortison pro Tag, meist in zwei Dosen morgens und abends eingenommen. Bei langer Subpression einer Nebenniere braucht diese etwa 6-12 Monate zur Erholung, oft wird die Aktivität einer gesunden Nebenniere garnicht mehr erreicht. Speziell nach Cushing treten oft Wundheilungsstörungen auf. Antibioticaprophylaxe.
   
 
   
Präoperative Diagnostik selten, intraoperativ makroskopischer Verdacht, bei lokaler Infiltration Schnellschnittuntersuchung. Operation: ipsilaterale Hemithyreoidektomie mit en bloc Resektion infiltrierter Weichteile und bei Lkn-Befall systematische Lymphadenektomie.
   
 
   
vgl. Magenschleimhautzelltypen, Schleimproduktion in der Kardia- und Pylorusregion.
   
 
   
ACTH (und MSH - Melanocyten-stimulierendes-Hormon) produzierendes, wahrscheinlich hyperplasiogenes Adenom des Hypophysenvorderlappens (CRH-Corticotropin-Releasing Hormone-Überstimulation?), tritt bei ca 10 % aller Patienten nach Adrenalektomie auf. Sellavergrösserung, Gesichtsfeldausfälle, Hyperpigmentierung.
Vgl.
Cushing, Nebennierenerkrankungen
   
 
  Synonym: Wilms-Tumor
Es ist ein Mischtumor mit epithelialen und mesenchymalen Komponenten. Er ist der häufigste Tumor des Urogenitaltraktes, 10% aller soliden malignen Tumoren im Kindesalter. Bei 5-10% der Patienten sind synchron beide Nieren befallen. Aniridie (Fehlen der regenbogenhaut am Auge), Hemihypertrophie der Niere und konnatale urologische Anomalien prädisponieren signifikant zu Wilms-Tumoren. Sichtbarer oder palpabler Abdominaltumor, atypische Beschwerden führen zur Abklärung. Differentialdiagnostisch muss ein intrarenales Neuroblastom abgegrenzt werden. Je nach Histologie unterschiedliche Therapeutische Konzepte, liegen keine Metastasen vor (Stadium I und II bis 90% Heilungschance bei günstigem histol. Bild und kompletter chirurgischer Tumorentfernung. Bei beidseitigem Auftreten kann nach präoperativer Chemotherapie parenchymerhaltend reseziert werden.
   
 
   
Neurinom, Neurofibrom, M. Recklinghausen (multiple Neurofibromatose), Neuroblastom, *Glomustumor = *Paragangliom
Selten: Melanom, Leiomyom, Lipom, Hämangiom.
   
 
  C5-7
Luxation oder Subluxation der Schulter (sowie bei deren Reposition!), Prellungen. M. deltoideus, M. teres minor. Sensibel: kleiner Bezirk an der Aussenseite des Oberarmes.
   
 
  L2-3
Tumoren im Becken, abnorme Enge an der Durchtrittstelle unter dem Leistenband. Kompressionssyndrom nach operativen Lagerungen, z.b. Häschenstellung bei der Bandscheibenoperation. Sensible Ausfälle an der lateralen Vorderseite des Oberschenkels und den angrenzenden Bezirken der Aussenseite, *Meralgia parästhetica, (Ameisenlaufen, Taubheitsgefühl).
   
 
  L2-4
Tumoren im Becken, Bruchbänder, Hakenzug in der Gynäkologie, Neuritis bei Appendicitis. Sensible Ausfälle an der Oberschenkelvorderseite, Unterschenkelinnenseite (*Nervus saphenus). PSR schwach oder fehlt. Paresen des M. quadriceps und M psoas. Notwendigkeit einer äusseren Stabilisierung beim Gehen, Begünstigung der Entwicklung eines Genu recurvatum durch habituelle Überstreckung, Behinderung beim Treppensteigen, Begünstigung einer Kniebeugekontraktur, Aufstehen ist erwschwert. Beugefähigkeit im Kniegelenk ist nicht eingeschränkt. Peripher verlängert er sich in den medial verlaufenden N. saphenus
   
 
  L4-S1
Iatrogen durch Injektion. *Trendelenburgsche Zeichen, da die Mm glutaeus medius und minimus gelähmt sind.
   
 
  L5-S2
Beckentumoren. Treppensteigen und Aufrichten aus dem Sitzen ist erschwert. Gesäss atrophisch, Parese des M. glutaeus maximus.
   
 
  S3
Luxationen, Hüftgelenkfrakturen, iatrogener Injektionsschaden. Kombinierte Peronaeus und Tibialislähmung. Unterschenkel und Fuss atrophisch, weder Beugung noch Streckung möglich. Verlängerung nach peripher ist N. tibialis, und am Fuss lateral der N. suralis., vgl *Tarsaltunnelsyndrom
   
 
  C6-Th1
Karpaltunnelsyndrom: häufigste nichttraumatische Ursache der distalen Medianuslähmung. Kompression des Medianus-Endastes unter dem Ligamentum carpi volare. Schmerzhafte, oft brennende Parästhesien an der Beugeseite des ersten bis vierten Fingers, nächtliches Auftreten, Ausstrahlung nach proximal bis zum Ellenbogen. Hypästhesie mit Parese des M. abductor pollicis brevis und M. opponens pollicis. Morgensteife der Finger. Verlängerte Latenz der Nervenpotentiale bei distaler Medianusstimulation. Spaltung des Ligamentes mit Synovektomie, der motorische Ast zum Thenar zeigt einen variablen Verlauf und muss geschont werden.
Distale Medianusschädigung: Lähmung aller medianusinnervierten Handmuskeln. Atrophie des Daumens ("*Affenhand"). Der Daumen steht mit den übrigen Fingern in einer Ebene.
Komplette Medianuslähmung: zusätzlich Pronatorschwäche und Beugeschwäche der Hand, "*Schwurhand"
   
 
  C6-7
Eine isolierte Schädigung ist nach paravenöser Injektion möglich. M. biceps, M. brachialis (Armbeugung), sensibel: radialer Anteil der Vorderseite des Unterarmes.
   
 
  L4-S2
Druckschaden am Wadenbeinköpfchen durch Lagerung, Hämatom, Hakenzug, Gipsverbände, direkte Verletzung bei Varizenoperation, Überdehnung beim Sprung, nutritiv toxische Neuropathie. Mm peronei und tibialis anterior betroffen, Spitzfuss und Steppergang. ASR normal (läuft über N. tibialis). N. peronaeus profundus: Haut zw. Grosszehe und Zehe II: va. beim Logensyndrom petroffen.
   
 
  C5-Th1
Untere Radialislähmung: Daumen kann nicht in Handebene abduziert, Finger können nicht im Grundgelenk gestreckt werden. Keine Fallhand.
Mittlere Radialislähmung (Oberarmschaftfraktur): obengenannte Symptome und *Fallhand, RPR schwach oder fehlend, TSR normal.
Obere Radialislähmung: M. triceps paretisch, TSR schwach oder fehlend
   
 
   
Verlängerung des N. femoralis auf die Innenseite des Unterschenkels und den medialen Fussrand. Versorgt auch das Kniegelenk und die Haut des Knies.
   
 
  C4-6
isolierte Lähmung selten, ist bei oberer Plexusparese mitbetroffen, auch bei Scapulafraktur. Aussenrotation im Schultergelenk,vgl. *Erb.
   
 
   
Verlängerung der N. ischiadicus über den N. tibialis hinter dem Aussenknöchel an Ferse, lateralen Fussrand und Kleinzehe, vgl. auch *Tarsaltunnelsyndrom
   
 
  C5-7
bei Verletzung in Rahmen einer Mastektomie oder bei cervikaler LKn PE entsteht das typische Bild einer *Scapula alata. Der M. serratus anterior ist gelähmt. Muss zusammen mit dem N. thoracodorsalis bei der Mammaablatio dargestellt werden.
   
 
   
Pars infraclavicularis des Plexux brachialis. M. latissimus dorsi u. M. teres major. Bei Plexuslähmung mitgeschädigt, Muss zusammen mit dem N. thoracicus longus bei der Mammaablatio dargestellt werden Vgl. *Erb, *Klumpke
   
 
  L4-S3
Kniegelenksverletzungen, distale Tibiafrakturen. M. triceps surae, M. tibialis posterior, kleine Fussmuskeln betroffen. Sensible Ausfälle an der Wade, Fusssohle, Beugeseite der Zehen, Fusssohle aussen. ASR nich auslösbar, Fuss proniert, "*Bügeleisengang", Fuss kann beim Gehen nicht abgerollt werden.
   
 
  C8-Th1
Vollständige Ulnarislähmung: "*Krallenhand", Fortfall der Lumbricalesfunktion, es kann dann nur im DIP und PIP gebeugt werden.
*Sulcus ulnaris Syndrom: Atrophie des Spatium interosseum IV und des Hypothenar. Lange Fingerbeuger und M. flexor carpi ulnaris nicht mitbetroffen. Ursache ist meist Trauma im Ellengelenk. Der Nerv wird an die Volarseite der Ellenbeuge verlagert.
   
 
   
diffuse b-Zellhyperplastie, dagegen ist das*Insulinom ein B-Zell Tumor ausgehend von nur wenigen Zellen des APUD-Systemes.
   
 
   
5-8% aller Hirntumoren, Frauen doppelt so häufig betroffen, 35.-60. LJ. Besonders ausgehend vom N. acusticus im Kleinhirnbrückenwinkel und vom N. trigeminus an der Basis der mittleren Schädelgrube.
   
 
  (=-*hirneigene-Tu)
echte *Hirntumoren, stammen vom gleichen Gewebe ab, wie das Gehirn(*Glia und deren Unterteilungen). Wachstum ist infiltrierend, Übergänge zwischen benignen und malignen Formen sind fliessend.
*Astrocytome, *anaplastsche Astrocytome, *Oligodendrogliome, *Glioblastome, *pilocytische Astrocytome (*Spongioblastome), *Ependymome, *Medulloblastome.
   
 
   
hautfarbene oder bläulich schimmernde Tumoren mit Milchkaffeeflecken. Im Rahmen der Neurofibromatose von Recklinghausen können sie auch im Gesicht auftreten.
   
 
  NYHA
vgl. *Aortenstenose, Klassifizierung der Symptome von Patienten mit Mitral- und Aortenklappenvitien:
Grad 1 Auskultatorisch Geräusch hörbar, asymptomatisch
Grad 2 Geräusch, Dyspnoe beim Treppensteigen
Grad 3 Dyspnoe, A.p. und Synkopen
Grad 4 Ruhesymptomatik, Zeichen der Herzinsuffizienz
   
 
   
Die komplizierte Entwicklungsgeschichte des Urogenitalapparates bedingt häufige Missbildungsrate, die oft nur zufällig entdeckt werden (Dystopie, Rotations- und Fusionsanomalien). Häufig sind dabei Harntransportstörungen und Harninfektionen in der Folge.
*Nierenagenesie ist selten. (1:1000). Gegenniere hyperplastisch, in über der Hälfte der Fälle fehlt auch der Ureter.
*Nierenzysten sind solitär sehr häufig. Sie werden bei etwa 10% der Erwachsenen gefunden.
*Polycystische Nierendegeneration ist eine autosominal-dominant vererbbare bilaterale Erkrankung. Sie führt im mittleren Lebensabschnitt zur terminalen Niereninsuffizienz. Sie steht in dieser Erkrankung an dritter Stelle.
*Multizystische Nierendysplasie, kongenital unilateral ist sehr selten. Fällt im Kindesalter als zystisch vergrösserte funktionslose Niere meist mit Harnleiteratresie auf.
*Markschwammniere zeigt ein- oder doppelseitige zystische Erweiterung der Sammelrohre in den Papillen, die im Ausscheidungsurogramm gelegentlich nur sektorförmig deutlich sichtbar ist.
   
 
   
Nephrologischerseits werden nur noch selten Punktionen durchgeführt. Durch sonographisch gezielte Punktion kann man hilusnahe Gefässe vermeiden. Bei Nierenpunktion rechts kann bei schlanken Patienten relativ leicht die Gallenblase getroffen werden. Bei Beschwerdezunahme nach Punktion ist Op-Indikation gegeben.
   
 
   
Blutungsquelle retroperitoneal, keine massive Bauchsymptomatik. Blutverlust ist kontinuierlich und wird leicht unterschätzt. Generell transabdominaler Zugang zur Revision beider Nieren und des Abdomens. Parenchymnaht, Polresektion, Nephrektomie, Gefässnaht. Eventuell - bei solitärer Niere - extrakorporale Rekonstruktion und anschliessende Reimplantation in die Fossa iliaca. Vorsicht: Hämaturie fehlt bei völligem Abriss des Nierenstiels und Verlegung des Ureters durch Koagel. Als Zeichen Schmerzen im kostovertebralen Winkel, Hämatom, Abwehrspannung, Schock, Oligurie, Anurie.
I   Kontusion   70%   leicht   konservativ
II   Ruptur   20%   schwer   konservativ
zweizeitige Operation
III   Lazeration
Nierenstielabriss
Ureterabriss
  10%   kritisch   sofortige OP
Schwere und kritische Verletzungen werden zunächst mit dem Ziel der Organerhaltung operiert. Parenchymnaht, Hohlsystemverschluss, Gefässläsionversorgung.
   
 
   
Epitheliale
- Adenom,
- Nierenzellkarzinom (syn.
Hypernephrom, hypernephroides Karzinom, Grawitz-Tumor).
Dieses ist ein vom Tubulusepithel ausgehender meist gefässreicher Tumor, der pflanzenzellähnliche Strukturen ausbildet. Auch tubuläre und papilläre, dann meist gefässarme Formen kommen vor. Der Tumor bricht früh in die Venen ein und metastasiert vorwiegend in Lunge, Skelett und Gehirn. Ebenso hiläre und paraaortale Lymphknoten. Häufigstes Erstsymptom ist die schmerzlose Makrohämaturie nach Einbruch ins Nierenbecken.
Koliken durch abgehende Koagel, Metastasenschmerzen, Fieber Abgeschlagenheit. Diagnostik durch Ausscheidungsurogramm, Sono, CT. Angiographie wurde dadurch weitgehend ersetzt. Ausdehnung von Kavathrombosen wird sonographisch oder durch Kavographie bestimmt. In 2-5% der Tumoren führt erhöhte Erythropoetinsynthese zur Polyglobulie. Therapie der Wahl ist die radikale Tumornephrektomie. En bloc Resektion mit paraaortalen und parakavalen Lymphknoten. Prognose ist abhängig vom Tumorstadium. Insgesamt können 50% aller Nierenzellkarzinome durch Operation geheilt werden. Progressionen kommen allerdings auch noch nach 10 Jahren und später vor. Chemotherapie oder Radiatio bisher ineffektiv.
Mesenchymale:
- Fibrom,
- Lipom,
- Myom,
- Sarkom,
- Angiomyolipom,
- FNH
Diese fallen insgesamt zahlenmässig kaum ins Gewicht.
   
 
   
Prärenal: meist Durchblutungsstörungen, akute Gefässverschlüsse, Schock, Schwere Elektrolyt- oder Wasserverluste
renal: akut (Aminoglycoside, Cisplatinum, akute Glomerulonephritis), oder chronisch (interstitielle Nephritis durch Analgetica, chronische Pyelonephritis, Nephrosklerose)
postrenal: Abflusshindernis bei Einzelniere oder bei doppelseitigem Befall.
   
 
   
vgl. Fundoplikatio
   
 
  (*NHL), maligne Lymphome
vgl. M. Hodgkin, Haupttherapie ist Bestrahlung.
Splenektomie bei V.a. Entdifferenzierung unter der Therapie, auch palliativ bei Haarzelleukämie mit besonderer Splenomegalie und erheblichen Symptomen. Auch bei einer *chronisch lymphatischen Leukose kann Thrombozytopenie und Anaemie zur Splenektomie führen.

Kieler Klassifikation der Non Hodgkin Lymphome:
A. Maligne Lymphome niedriger Malignität
1.   Lymphozytische maligne Lymphome
        CML
        Haarzell-Leukämie
        Mycosis fungoides
        T-Zonen Lymphom
2.   Lymphoplasmozytoides malignes Lymphom
        Immunozytom
3.   Plasmozytoides malignes Lymphom
4.   Zentrozytisches malignes Lymphom
5.   Zentroblastisch-zentrozytisches Lymphom
        grossfolliculäres Lymphoblastom
         
B. Maligne Lymphome hoher Malignität
1.   Zentroblastisches maligne Lymphom
2.   Lymphoblastisches malignes Lymphom
        ALL
        Burkitt-Tumor
        lymphoblastisches Lymphom "convoluted cell type" aus T-Lymphozyten
3.   Immunoblastisches Lymphom
        Reticolosarkom
Diagnose histologisch und immunhistochemisch, Therapie in Abhängigkeit von Typ und Stadium, Polychemotherapie, Radiatio, insbesondere des Schädels zur Prophylaxe einer Meningeosis leuceamia.
   
 
   
zur Vermeidung der Tumorzellenaussat, insbesondere beim *Kolorectalen Karzinom gut zu verwirklichen. Ein Aufbrechen von Tumoren soll vermieden werden, dadurch sinkt die Frequenz von Lokalrezidiven wesentlich. Eine Intraluminäre Tumorzellverschleppung wird durch frühes Abbinden oder durch den *Petz-Apparat zur frühen Durchtrennung verhindert. Das Peritoneum muss nach unfreiwilligem Aufbrechen des Tumors gespült werden.
   
Quellen Verlauf Links
     
1   urspr. Autor: H. Sabiers (Hsabiers@aol, SabiersH@Kliniken-Koeln.de)  
begonnen   26.08.06   inkl. Textmarken
aktualisiert:        
         
broken links:   24.08.06    
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