Laparaskopische Appendektomie
   
  Syn: LapAE, LscAE Engl:
  ICD-10: K35.9 (Appendizitis) CHOP: 47.01
   
  MÜL / Siew / LeitCH / Lap 149
   
 
Allgemein
   
   
 
           
             
   
           
             
           
   
 
Indikationsstellung
   
   
 
prinzipiell ist die Indikation zur diagnostischen Laparoskopie bei Appendizitisverdacht gegeben. Intraoperativ wird dann aufgrund des Befundes entschieden, ob überhaupt und wie (offen, laparoskopisch) Appendektomiert wird:        
   
  Lsc erkennbare akute Appendizitis in jedem Entzündungsstadium
  Lsc fragliche Appendizitis     zB steife Appendixspitze  
  Lsc blande Appendix bei klinischem Vda Appendizitis und sonst unauffälliger Laparoskopie
  sekundäre Appendix-Adhäsionen     Stn Appendizitis / "chron. Appendizitis"  
   
  Zoekumwandphlegmone     schwierige Versorgung der Abtragungsstelle
  Perforation an der Basis    
  makroskopisch Vda Karzinoid / Karzinom        
  zu kleine/dünne Patienten        
   
           
           
   
           
           
   
   
 
Diagnostik / präoperative Abklärungen
   
   
  Klinik        
  Labor     BB, Gerinnung, BauchLabor
  Ultraschall Abdomen        
   
 
perioperatives Management
   
   
  rascher Kostaubau     Flüssignahrung postop am OP-Tag, normale Kost am Folgetag
           
   
   
 
Lsc Appendektomie
   
   
 
  Anästhesie: Allgemeinnarkose        
  PE vor der OP Wasser lösen lassen     dann ist kein DK nötig
  Rasur unmittelbar vor der OP        
           
   
 
 
Technik6:
   
 
Zugänge
1 Kameratrokar (10mm)
2 Arbeitszugan re Leiste (5mm)
3 Arbeitszugang li Leiste (12mm)
  Zugänge entspr. der Lsc Grundtechnik, ev. Nabelrandschnitt caudal-rechts ("chirurgisch6") oder in der Mittellinie am unteren Nabelrand ("gynäkologisch")  
  diagnostische Laparoskopie: Rundblick: sind andere Pathologien sichtbar? Wie sieht die Appendixregion aus? Erst jetzt folgt der eigentliche Entscheid zur lsc Appendektomie!  
  Lösen von Adhäsionen und Darstellen der Appendix: Lösen allfälliger Adhäsionen (stumpf), dickerer Verwachsungen mit der Schere, ev. Koagulation von darin sichtbaren Gefässen. Darstellen der Appendix. (ev. muss sie hinter dem Zoekum "hervorgegrübelt" werden.  
  Präparation der Appendix: Eröffnen der Appendixmeso (nicht an der Basis!) und appendixnahes Präparieren Richtung Basis. Schrittweises vorgehen mit jeweils bipolarer Koagulation und scharfer Durchtrennung mit der Schere. Darstellen der ganzen Zirkumferenz der Basis.  
    bei komplizierten Verhältnissen ev. "retrograde" Präparation: zuerst Darstellend der Basis und Ligatur, dann befreien der Appendix Richtung spitze  
  Absetzen der Appendix: Einbringen der Endogia (Staplergerät) durch den linken UB-Zugang (3). Umfahren der Appendix basisnah. (Kontrolle: ist die ganze Appendix innerhalb der Markierung des Staplers?), ev. auch Ligatur mittels Gefässclips.  
  Appendix bergen: Bergen der Appendix durch einen Endobag. Je nach Grösse der Appendix muss dazu ein grösserer (15- oder 20mm) Trokar im linken UB eingesetzt werden. (Einbringen über Vergrösserung des Hautschnittes/Taststab).
  Aufräumen: ev. ausgiebiges Spülen (bei Perf) - mit 5-10 Litern!!! bis nur noch klare Flüssigkeit abgesogen werden kann, ev. Einlage eines Blake-Drains (Douglas, herausführen im 5mm-Arbeitszugang), ev. säubern von Fibrinauflagerungen (feuchter Tupfer), nochmalige Kontrolle der Blutstillung, absaugen aller Flüssigkeiten
  Rückzug der Arbeitstrokare unter Sicht
  Rückzug des Kameratrokars: Entlassen des Pneumoperitoneums, ziehen des Trokars mit geöffnetem Ventil (damit kein Darm in den Trokar geschlürft wird.)
  Wundverschluss: Hautnaht der kleinen Zugänge, Fasziennaht im Umbilicalzugang und ev. im linken Unterbauch, wenn 15- oder 20-mm-Trokar eingesetzt wurde.
  steriler Wundverband (zB Comfeel) - bei Vda auf kontaminierte Zugänge kein Folienverband!!!
   
   
 
Textbausteine / Vorlagen
   
   
     
Procedere   Ops-Bericht   Pat.Aufklärung KSM   Nachbehandlung KSM
   
Quellen Verlauf Links
     
1   Lap 149      
2   Fallbuch Chir      
3   Siew      
4   LeitCH      
5   MÜL      
6   Prof. M. Röthlin, CA KaSpi Münsterlingen, 22.09.07      
begonnen   23.09.07    
aktualisiert:   22.12.07    
         
broken Links:   23.09.07    
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